Pfalz, ick liebe Dir!

Wandern zur Kalmit – schwitzen, schmunzeln, schlemmen

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Wenn Du denkst, Wandern in der Pfalz sei nur ein gemütlicher Sonntagsspaziergang, dann hast Du noch nie das Abenteuer „Wandern zur Kalmit“ ausprobiert. Wir – Joana und Axel, zwei Ex-Berliner mit Hang zum Verirren, haben uns mutig ins Grün gestürzt – und es war alles andere als langweilig. Hier schon mal ein kleiner Spoiler: Esskastanien, eine Weinschorle, die fast mehr Wein als Schorle war, und ein Rudel Kalmit-Läufer, die uns den Atem raubten (wortwörtlich). Unsere Anekdoten findest Du am Ende des Beitrags – einfach runter scrollen.

Für alle, die lieber direkt praktisch starten wollen: Wir haben auch eine Checkliste mit Tipps (Kleidung, Schuhe, Rucksack & Co.) zusammengestellt – den Link findest Du hier.

Der Rundwanderweg im Überblick

Wandern zur Kalmit: Parkplatz-Idylle und Wurzelwerk deluxe

Los geht’s auf dem Wanderparkplatz Alsterweiler bei Maikammer. Klingt unspektakulär, aber hier beginnt Dein persönliches Fitness-Programm. Du folgst erstmal dem Weg Richtung Schützenhaus, gehst aber lässig dran vorbei. An der Bank vor der Brücke biegst Du rechts ab – und schon bist Du auf dem Pfälzer Weinsteig. Die grün-weißen Wander-Zeichen sind so omnipräsent an den Bäumen, dass Du denkst, ein Förster hätte Langeweile gehabt. Aber Achtung: Auch wenn die Markierungen super sind, wir haben immer unsere Wanderkarte* dabei – oldschool, aber praktisch. Apps sind nett, aber wenn Dein Akku auf 3 % runterblinkt, bist Du froh, Papier in der Hand zu haben.

Schon zu Beginn merkst Du: Das hier ist kein Spaziergang im Tiergarten. Durch Wurzelwerk und Geröll heißt es: feste Schuhe an (für die Dame*, für den Herren*), Schweißperlen akzeptieren und vor allem auf atmungsaktive Klamotten (Damen*/Herren*) setzen. Glaub uns: Wandern zur Kalmit macht Dich warm – auch wenn draußen nur 20 Grad sind.

Pfälzer Stairway to Heaven – Rauf zur Kalmit mit Schweißperlen-Garantie

Die Natur ist hier wie ein Überraschungsei: mal dichter Nadelwald, mal Esskastanienbäume, mal Felsen, die aussehen, als hätten Riesen sie zum Spielen hingelegt. Irgendwann kommt der Moment, wo Du denkst: „Yes, ich hab’s geschafft!“ – und dann steht da diese Treppe. Steil. Böse. Pfälzer Version von Stairway to Heaven.
Im Spätsommer hat der Wald immerhin Mitleid und die Brennnesseln am Rand sind gestutzt. Im Juni? Tja, da hat Joana schon mal schmerzlich gelernt, warum lange Hosen trotz Hitze eine geniale Idee sind.
Oben angekommen wirst Du belohnt: ein Panorama, das Dich kurz vergessen lässt, dass Deine Beine nach Gummibärchen aussehen. Und noch besser – im Kalmithaus warten Pfälzer Spezialitäten zum kleinen Preis, da die Hütte vom Pfälzerwald-Verein betrieben wird. Axel und Joana schwören: eine deftige Mahlzeit und dazu ein Getränk mit Aussicht, und schon liebst Du Wandern zur Kalmit.

Kuchenglück und Schorle-Logik: Diese Wanderung lohnt sich doppelt

Gestärkt geht’s weiter. Doch jetzt heißt es: Augen auf beim Wanderzeichen-Suchen. Vom Kalmit-Haus folgst Du dem roten Punkt bis zur Hohe Loog-Hütte. Am Wald-Parkplatz Hahnenschritt wechselst Du auf den blauen Punkt. Klingt easy – wenn er nicht so gut getarnt wäre. Meistens klebt er auf einem Felsen, so schwach, dass selbst Adler zweimal hinschauen müssten. Wir sind natürlich erstmal dran vorbeigelaufen.
Nach etwa 40 Minuten bergab erreichst Du die Klausentalhütte. Und hier kommt der Jackpot: Kuchenstücke, so groß wie ein Berliner Kopf (und nein, wir meinen nicht die Schrippe). Dazu eine Weinschorle – in der Pfalz quasi Grundnahrungsmittel. Familien aufgepasst: Neben der Hütte wartet ein riesiger Waldspielplatz. Während die Kids klettern, genießen die Eltern Schorle und Kuchen. Win-win!

Wandern zur Kalmit und zurück: Weinreben, Hambacher Schloss und Heimkehr

Zurück geht’s über den Pfälzer Keschdeweg. Der Einstieg? Eine unscheinbare Metalltreppe direkt an der Klausentalhütte – und genau die musst Du nehmen. Danach führt Dich der Weg durch den Wald zurück, bevor Du durch Weinreben spazierst, die Postkartenmotive liefern. Der Blick aufs Hambacher Schloss macht den Abschluss perfekt. Hier merkst Du endgültig: Wandern zur Kalmit ist mehr als nur Schwitzen – es ist ein kleines Pfalz-Glück.

Unsere Anekdoten – oder: Berlin trifft Pfalz beim Wandern

  • Esskastanien-Angriff: Joana entgeht nur knapp einer Esskastanie (die heißen hier übrigens „Keschde“), die vom Baum stürzt. Abends landen die gesammelten Stücke im Ofen – Ergebnis: Weihnachtsmarkt-Feeling im September.

  • App vs. Karte: „Axel, guck mal, die Steigung ist in Komoot viel schlimmer eingezeichnet als auf unserer Karte!“ – „Vielleicht ist die App ehrlicher.“ Wir bleiben trotzdem den Karten treu, aber testen die App weiter.

  • Kalmit-Lauf: „Wieso überholen uns die Läufer schon wieder?“, fragt Joana, während sie schwitzend bergauf stapft. Oben kapiert sie: Das ist der jährliche Kalmit-Lauf. Die laufen die Strecke vom Tal rauf zur Kalmit und wieder zurück. Wer die meisten Runden schafft, hat gewonnen. Respekt!

  • Die Schorle-Falle: Joana bestellt ihre erste Pfälzer Weinschorle. Der Wirt füllt ein halbes Liter Dubbeglas – fast nur mit Wein. „Ähm, das sollte doch eine Schorle sein?“ – „Ajo“, sagt der Wirt. Ein Spritzer Wasser kommt dazu. Axel lacht sich schlapp, als Joana mit den überfüllten Dubbegläsern nach draußen stapft: „Do musch abtrinke“, sagt hier der Pfälzer. Ergebnis: Joana hatte die lustigste Rückwanderung ihres Lebens.

Fazit: Wandern zur Kalmit – probier’s selbst aus!

Ob schweißtreibender Aufstieg, urige Hütten oder gigantische Kuchenstücke – Wandern zur Kalmit ist ein Erlebnis, das Du Dir nicht entgehen lassen solltest. Gerade wenn Du aus der Stadt kommst, ist es die perfekte Mischung aus Natur, Bewegung und Pfälzer Lebensgefühl.
Und das Beste: Wir haben noch viele weitere Touren in petto. Im nächsten Blogpost nehmen wir Dich mit auf eine neue Route – die Einleitung dazu findest Du hier bald. Stay tuned, pack Deine Wanderschuhe ein und komm mit uns raus ins Grüne!

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